URSULA LAY NEUE ABL-PRÄSIDENTIN
Bild v. l. n. r.: Max Schmidt, Bayerischer Philologenverband (bpv), bisheriger abl-Präsident Anton Huber, Bayerischer Realschullehrerverband (brlv), neue abl-Präsidentin Ursula Lay, Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und Jürgen Wunderlich, Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB)
| Ursula Lay löst brlv-Vorsitzenden Anton Huber im Präsidentenamt ab |
Zum Jahreswechsel fand der turnusmäßige Wechsel im Präsidium der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) statt. Der abl gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammengeschlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften.
Bei der zurückliegenden Präsidiumssitzung, die einer Aussprache im Bayerischen Rundfunk vorausging, standen unter anderem die Themen Einschätzung der schulpolitischen Haltung der Fraktionen im Bayerischen Landtag, Rundfunkratswahlen, LeMi, Wertebündnis und abl-Homepage zur Beratung an. Die neue abl-Präsidentin Ursula Lay betonte, in ihrer Arbeit besonders die großen Vorteile des differenzierten Schulwesens und die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen der beruflichen Bildung herauszustellen.
Das sich anschließende Gespräch mit Vertretern des Bayerischen Rundfunks (Rundfunk und Fernsehen) war von Offenheit und dem Wunsch einer konstruktiven Zusammenarbeit bestimmt. Der Aussprache war ein Schreiben des abl-Präsidenten Huber vom Juli 2011 vorausgegangen, aus dem nachstehend einige Passagen zitiert werden: „… Wir Lehrerverbände in der abl, die mehr als die Hälfte der Lehrkräfte in Bayern vertreten, beobachten die Berichterstattung und Kommentierung der Bildungspolitik durch den Bayerischen Rundfunk naturgemäß sehr interessiert und auch kritisch. Unsere Bewertung führt über alle einzelnen abl-Lehrerverbände hinweg zu der Feststellung, dass im BR über Bildungspolitik nicht mehr objektiv und auch nicht ausgewogen berichtet wird. Damit sehen wir den Qualitätsjournalismus des BR, den wir im Übrigen in allen anderen Bereichen sehr schätzen, in Gefahr. Viele Rückmeldungen der ca. 60 000 in den abl-Verbänden organisierten Mitglieder, aber auch von Eltern zeigen uns, dass die Akzeptanz der BR-Berichte zur Bildungspolitik zunehmend leidet, ja viele Berichte Unverständnis hervorrufen…“ An anderer Stelle heißt es: „…Als Präsident der abl-Lehrerverbände wende ich mich an Sie mit der Bitte, durch objektive und ausgewogene Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Bayerischen Rundfunk für eine höhere Akzeptanz zu sorgen, weil wir sehr gerne Sendebeiträge des BR sehen und hören, jedoch bei Beiträgen zur Bildungspolitik in der Regel enttäuscht oder gar verärgert werden. Wir freuen uns auf viele gute Beiträge über Bildung in der Zukunft, die durchaus auch von der hohen Leistungsfähigkeit der vielen Tausend junger Menschen an Bayerns Schulen im Positiven berichten. Kinder und Jugendliche sollten in den Medien auch über gute Vorbilder erfahren; über Negatives wird genügend berichtet…“
Die Vertreter des BR zeigten sich sehr offen für die Anliegen der Lehrerverbände, betonten aber, dass ihre Berichterstattung in der Gesamtheit aller BR-Sender ausgewogen sei und es naturgemäß unterschiedliche Sichtweisen und Einschätzungen gibt, zumal die verschiedenen Sender auch ganz unterschiedliche Zielgruppen ansprächen. Das mehrstündige Gespräch mündete in der Vereinbarung, die Zusammenarbeit zu verstärken und seitens des BR zusätzliche Informationen zur Veröffentlichung zu liefern, damit sich bildungspolitisch interessierte Zuhörer und Zuseher schneller und überschaubarer einen Überblick über BR-Sendungen verschaffen können.
Blog:
UNTERSCHRIFTENAKTION
abl Gespräch
(Foto Dr. Riederle, ms.)
Zu einem ersten Gespräch trafen sich die Vorsitzenden der Mitgliedsverbände der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (v.l.n.r. abl-Präsident J. Wunderlich, vlb, J. Pache, KEG, A. Huber, brlv, Städtetagspräsident OB Schaidinger, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied R. Knäusl und M. Schmidt, bpv).
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Ergebnisse des kommunalen Bildungsgipfels in Bezug auf den geplanten Ausbau der Ganztagesangebote, der künftigen Stärkung der Schulsozialarbeit sowie mögliche Konsequenzen aus dem geänderten Übertrittsverfahrens an weiterführende Schulen.
Beide Seiten waren sich einig, dass die Kommunen eine enorme finanzielle Belastung auf sich genommen haben, um ihren Beitrag zu einer Weiterentwicklung des Bildungssystems zu leisten. Abl-Präsident Wunderlich begrüßte das klare Bekenntnis des Städtetags zum gegliederten bayerischen Schulsystem.
